Sonntag, 8. Februar 2015

Rezension: Killing Butterflies


Titel: Killing Butterflies
Autor: M. Anjelais
Preis: 16,99
Verlag: Chickenhouse
Seitenzahl: 364 
 


 
Sphinx und Cadence kennen sich seit frühester Kindheit, sie sind sich vertraut wie Geschwister. Doch Cadence zeigt bereits als kleines Kind Verhaltensauffälligkeiten.  Der Höhepunkt ist erreicht, als er Sphinx mit einem Messer in die Wange schneidet. Da seine Eltern frisch getrennt sind, zieht seine Mutter mit ihm von Amerika nach England. Sphinx und Cadence haben lange keinen Kontakt, ihre Mütter hingegen schon. Als Cadence Leukämie bekommt und klar ist, dass er nicht mehr lange zu leben hat, besuchen Sphinx und ihre Mutter ihn. Schnell ist für Sphinx klar, dass sie England nicht verlassen wird, bevor Cadence gestorben ist.

Meine Meinung:
 
Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich total verwirrt und wusste irgendwie, dass ich das Buch doof finden würde. Trotzdem habe ich es gelesen und bin wirklich froh, dass ich das getan habe! Es war nämlich kein bisschen verwirrend und ein Buch genau nach meinem Geschmack (Krebsbuch halt :D)
Weil die Geschichte aus Sicht der 17 Jährigen Sphinx erzählt ist, kann man ihre Gefühle und Gedanken genau nachvollziehen. Sie beginnt bereits von ihren Müttern zu erzählen, als ihre Mütter noch Kinder waren. Die Autorin hat es geschafft, dem Leser sowohl die Distanzierung als auch die Vertrautheit der beiden Protagonisten zu vermitteln. In "Killing Butterflies" gibt es genau vier Charaktere die eine bedeutende Rolle spielen - Cadence, Sphinx und deren Mütter. Das fand ich außergewöhnlich und gut, weil so die Kerngeschichte wirklich im Mittelpunkt steht.
Jeder einzelne dieser Charaktere ist auf seine eigene Weise sehr liebenswert. Vor Cadence hatte ich stellenweise Angst, was auch gerechtfertigt ist, aber ich finde, man muss ihn trotzdem einfach lieben.
Sphinx geht wahnsinnig geduldig mit ihrem "Freund" um, dennoch war ich oft von ihrer kindlichen Naivität genervt.
Allerdings stand die Krebsgeschichte nicht zu sehr im Vordergrund, sondern man bekam einen tieferen Einblick in die Psyche von Cadence und Sphinx, manchmal sogar tiefer als man wollte.
Das Ende des Buches war verstörend, trotzdem fand ich es perfekt, gerne hätte ich gewusst was danach passiert. Außerdem wird der Leser am Ende gezwungen ins kalte Wasser zu springen, man weiß zwar, was passiert, trotzdem passiert das viel zu schnell und ohne große Ankündigung.
Das Cover finde ich toll, schlicht und sehr passend zum Schreibstil und der Geschichte.
Mein Fazit: Eine wunderschöne, verstörende Geschichte, die einen nicht unverändert lassen kann und die zum Nachdenken anregt. Außerdem wird vermittelt, dass nicht immer alles so kommt wie man es sich wünscht und es plant. Eines meiner Lieblingszitate von John Lennon passt perfekt auf diese Geschichte: "Life is what happens to you while you are busy making other plans".
Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz herzlich beim Chickenhouse Verlag!
 
LG, Anto ♥

Kommentare:

  1. Hey, super Rezension mal wieder! Hast du eigentlich auch schon mal Philosophische Bücher gelesen oder hast du es vor? (Wie z.B. Nietzsche) Außerdem hast du mal gesagt, dass du mal einen Eintrag über die Beatles machen willst dun den hast du bist jetzt glaub ich noch nicht gemacht :( Würde mich echt interessieren!

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    1. Danke :)
      Richtige philosophische Bücher habe ich noch nie gelesen, würde ich aber echt sehr, sehr gerne mal tun :)
      Nein, habe ich bis jetzt noch nicht. Dachte, dass das vielleicht zu wenig Leute interessiert. Kann ich aber gerne noch machen :)
      LG, Anto ♥

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