Montag, 24. August 2015

Rezension: Das Herz ihrer Tochter

 
Titel: Das Herz ihrer Tochter
Autor: Jodi Picoult
Preis: 9,95€
 Verlag: Piper
 Seitenzahl: 504
 
 
June Nealon war eine glückliche Frau. Bis Shay Bourne in einem einzigen Augenblick ihrem Glück ein Ende bereitete. Für den Mord an ihrem Mann und ihrer ersten Tochter erwartet Bourne nun die Todesstrafe. Doch mit einer ungeheuerlichen Tat will er das Leben ihrer zweiten Tochter retten und alles wieder gutmachen.
(Quelle: Piper)


Nachdem ich "Beim Leben meiner Schwester" beendet hatte, hatte ich sofort das Bedürfnis mehr von dieser tollen Autorin zu lesen! Meine Wahl fiel auf "Das Herz ihrer Tochter".  Auch hier stehen wieder Gewissenskonflikte im Vordergrund.
Der erste Mann stirbt bei einem Unfall. Der zweite wird umgebracht. Doch nicht nur er, sondern auch die erste Tochter Elizabeth. Von einem Handwerker. June Nealon ist schwanger und hat das alles zu verkraften. Der Mörder, Shay Bourne, wird von den Geschworenen durch eine Injektion zum Tode verurteilt. Elf Jahre später leidet Junes zweite Tochter Claire an einer schweren Herzkrankheit. Shay, der noch immer in der Todesszelle sitzt, entschließt sich, sein Herz an Claire zu spenden. Das findet er angemessen als Ausgleich und Entschuldigung, dass Elizabeth sterben musste. Kann June dieses Geschenk annehmen?
Ich liebe Jodi Picoults Schreibstil! In diesem Buch, wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Durch June, Shays Anwältin, einen Mithäftling, Claire und Michael, Bournes Seelsorger, wird man an das Ende der Geschichte und gleichzeitig an die Vergangenheit Shays herangeführt.
In seiner Zelle verbringt Bourne Wunder. Zum Beispiel heilt er von AIDS oder macht Wasser zu Wein. Sein Beichtvater Michael, einer von denen, die ihn zu Tode verurteilt haben, denkt sogar dran, dass er der Heiland sein könnte. Auf diese Weise beschäftigt sich das Buch auch sehr viel mit dem Thema Religion. Ein bisschen zu viel, wie ich finde.
Zu den Charakteren baut man im laufe der Geschichte eine sehr gute Beziehung auf. Die meisten von ihnen schließt man auch sofort ins Herz, allerdings sind manche sehr klischeehaft dargestellt.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Man erfährt einiges über die Todesstrafe, allerdings wäre es schön gewesen, wenn auf dieses Thema noch ein bisschen mehr eingegangen worden wäre.
Teilweise hatte das Buch leider ziemliche Längen, was daran lag, dass sich zu viel um die Themen Religion und Jesus drehte.
Die ganze Handlung war sehr konstruiert, aber gut ausgearbeitet. Wie immer regt Jodi Picoult zum Nachdenken an.

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